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Schloss Todenwarth

Schloss Todenwarth aus dem Mittelalter stellte das Eingangstor zur Landwehr dar. Die Landwehr nahm hier ihren Ausgang und umzog einen Teil der Herrschaft Schmalkalden. Die Todenwarth liegt auf einer Anhöhe zwischen Niederschmalkalden und Fambach, direkt an der Bundesstraße 19. Der weite Burgbereich ist innerhalb der Mauer ca. 66 ar groß. Auf dem Gelände befanden sich zwei burgähnliche Wohnhäuser und eine Kemenate sowie Scheunen und Stallungen. Das Grundstück ist mit einer 2 bis 3 m hohen Sandsteinmauer von ca. 80 cm Stärke umgeben, in der zwei Einfahrtstore und drei Eingangstüren eingebaut sind. Im Lehnbuch des Grafen Wilhelm III. von Henneberg wird erwähnt, dass im Jahre 1456 die Gebrüder Wolff die "Wart" unter Niederschmalkalden gelegen, genannt die "Todenwarth" als Lehen empfangen haben. Die Gebrüder Wolff stammten aus bürgerlichem Geschlecht und wurden Anfang des 17. Jahrhunderts geadelt. Seit dieser Zeit führen sie den aufsteigenden Wolf im Familienwappen. Das Wappen ist in der Kirche zu Fambach zu besichtigen. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden sie in den Reichfreiherrenstand erhoben. Die Todenwarth wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört, dann 1763 wieder aufgebaut und diente als adliger Hof. Das Stammgut ging nach Verkauf der Ländereien 1919 in fremde Hände über. Nur das Hofgrundstück ist übriggeblieben. Nach dem 2. Weltkrieg war die Todenwarth Wohnort vieler Umsiedler. Die ganze Anlage verfiel immer mehr. Bis Ende der achtziger Jahre wurde das "Alte Herrenhaus" noch für Wohnzwecke genutzt. Der Eigentümer des "Neuen Herrenhauses" erwarb dieses 1982 und führte bis 1998 umfangreiche Restaurierungsarbeiten durch. Ab 1987 führte der Erwerber des "Alten Herrenhauses" erste Sicherungs- und Wiederherstellungsarbeiten durch, die er aus Gesundheitsgründen 1993 abbrach. Im Herbst 1996 wurde das Schloss wieder von einem Nachfolger der Brüder Wolff von und zu Todenwarth, Familie Halbig, übernommen und seit dieser Zeit laufen Restaurierungsarbeiten.

Jährlich zum "Tag des Denkmals" öffnet Familie Halbig die Pforten des Schlosses und führt die Besucher durch die Räumlichkeiten und den herrlichen Schlossgarten.